Grußwort

Liebe Freund*innen der Kunst,
seit 1. September darf ich das Institut für moderne Kunst als neue Direktorin führen – eine Aufgabe, auf die ich mich mit großer Freude und Respekt einlasse.
Die letzten viereinhalb Jahre leitete ich das Künstler:innenarchiv der Stiftung Kunstfonds in Pulheim bei Köln. Dort habe ich mich intensiv mit Fragen der institutionellen Strategie, der nachhaltigen Vermittlung künstlerischer Vor- und Nachlässe und der Positionierung von Archivinstitutionen als aktive Wissensorte auseinandergesetzt. Diese Erfahrung – der genaue Blick auf das, was wir bewahren, wie wir es nutzen und die Frage, wie daraus etwas Neues entstehen kann, möchte ich in meine Arbeit am Institut für moderne Kunst einbringen. Zuvor war ich als Kuratorin der Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt (2013–2018) sowie über 15 Jahre als selbständige Kunsthistorikerin, Kuratorin und Beraterin für zeitgenössische Kunst in München tätig.
Das Institut für moderne Kunst hat sich über Jahrzehnte nicht nur als Informations- und Dokumentationszentrum für zeitgenössische Kunst etabliert, sondern auch einen Namen als Ort des Dialogs zwischen Kunst und Publikum erarbeitet. Diese Tradition ist ein Fundament, auf dem ich aufbauen möchte – im Bewusstsein, dass wir 2027 auf 60 bewegte Jahre zurückblicken werden. Gemeinsam mit meinem Team sehe ich meine Aufgabe darin, einen Kurs zu entwickeln, der Kontinuität und Erneuerung miteinander verbindet – der das Bestehende würdigt und zugleich mutig neue Wege geht: offen für neue Stimmen und Formate, verwurzelt in dem, was dieses Haus stark gemacht hat.
Ich freue mich auf die Begegnungen, Gespräche und Ausstellungen, die vor uns liegen und lade Sie herzlich ein, diesen Weg mit uns zu gehen!
Ihre Anna Wondrak
